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- Medikamentöse Schmerztherapie - Psychopharmaka
Psychopharmaka sind bei akuten Schmerzen nur selten indiziert, sie haben jedoch einen
festen Platz in der Behandlung chronischer Schmerzen und sind bei bestimmten
Schmerzsyndromen sogar anderen Medikamenten, z.B. den Analgetika, überlegen. Dies gilt
insbesondere für Antidepressiva.
1. Antidepressiva
Typische Einsatzgebiete: Neuropathische (Dauer-)Schmerzen, idiopathische
Schmerzsyndrome, reaktive Depressionen.
Aber auch organisch begründete Schmerzen mit einer psychischen Komponente oder einer
sich entwickelnden reaktiven Depression können durch eine Medikation mit Antidepressiva
deutlich gebessert werden (z.B. Spannungskopfschmerzen, atypische Gesichtsschmerzen,
chronische Lumboischialgien, Fibromyalgie-Syndrom und ähn-liche, bedingt auch
Tumorschmerzen). Bei allen diesen Krankheitsbildern haben Antidepressiva eine indirekte
analgetische Wirkung, die auf einer Beeinflussung der affektiven Schmerzkomponente
beruht.
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